- vergriffen -.
Ursula Wölfels Buch erschien 1965; doch was es erzählt, ist heute so nah wie damals: Joschi fühlt sich traurig und allein, mag sich auf den neuen Freund der Mutter nicht einstellen. In dieser Zeit entdeckt er einen verwilderten Garten, den er sich ganz allein mit großen Mühen zum blühenden Paradies und Zufluchtsort ausbaut. Der Besitzer des Gartens hat ihn dem Jungen - eher als Spiel - für eine kleine Münze überlassen. Unendlich enttäuscht ist Joschi, als er nach all den Mühen zusehen muss, dass der ''Kaufvertrag'' nicht geachtet, das Grundstück verkauft wird und der Bagger Joschis Werk im Handumdrehen zerstört. Voller Wut beschädigt Joschi den Bagger. Joschi muss akzeptieren, dass das Alltagsleben Kindern wie Erwachsenen Grenzen, Zwänge und Enttäuschungen nicht erspart. Aber es öffnet auch Wege. - Bewegt begleitet Eckart Dux seinen kleinen, tapferen Helden, fühlt mit ihm, kämpft mit ihm, lässt ihn Trost finden und macht zugleich auch die anderen Figuren lebendig. Sein Wort trägt, von ruhigen Gitarrenmelodien unterbrochen, über die mehr als einstündige Lesezeit hinweg. (ge)




