"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar". - Man merkt es gleich: der hier liest, hat ein feines Gefühl für die Poesie und die philosophische Weisheit dieses Märchens. Wort für Wort, leise und zwingend führt er hinein. Die Welt des kleinen Prinzen vom anderen Stern, der sich eine kurze Zeit lang in der Wüste dem notgelandeten Flieger anvertraut, erschließt sich Kindern und Erwachsenen, ist vielschichtig, zärtlich und greifbar nah. Ulrich Mühe spiegelt in seiner Stimme Charaktere und Stimmungen, die zärtlichen, die aufgeregten, verzweifelten, die eigenwilligen, die nervösen, die stolzen und die stillen. Jürgen Treyz hat dazu eine feine Musik geschrieben, die Raum lassen will zum Nachsinnen, für Gefühle und Bilder. Percussion, Keltische Harfe, Gitarren, Saxophon und Flöten wechseln einander ab. Sie sind eigenständig und sprechen doch dieselbe Sprache wie die Erzählung; eines klingt im anderen nach. (ge)
IfaK-Empfehlung 2/00.
Hörbuchbestenliste von HR2 und Börsenblatt 10/99.
Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Vierteljahresliste 4/99.




